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Chairskating




Schon lange hatte ich, Lea, auf diese Chance gewartet! Nun war die Chance endlich da:

Sit ´n´ Skate, das sind Lisa und David, kam endlich auch nach Potsdam! David Lebuser gilt als der beste Chairskater Deutschlands! Ganz nebenbei arbeitete er auch noch beim Kindersanitätshaus 4ma3ma und hatte zufällig auch noch meinen Rollstuhl angepasst. Was für eine Ehre! Jetzt stand für Sit ´n´ Skate endlich einmal ein Besuch in Potsdam auf dem Plan, sogar für zwei Tage. Hier in Potsdam widmete man eine ganze Woche der Inklusion, es fanden die sogenannten I. Potsdamer Inklusionstage an. Freitag, direkt nach der Arbeit, besuchte ich also, zusammen mit Björn, ein Straßenfest in der wunderschönen Potsdamer Innenstadt. Hier waren David und Lisa die absoluten Stars! Aufgebaut war ein Parkuhr, an dem Neugierige das Chairskating einmal ausprobieren konnten. Das ließ sich Björn nicht zweimal sagen! Natürlich gab David auch hier einiges seines Könnens zum Besten!

Chairskating-Kurs im Lindenpark Potsdam mit David Lebuser

Der Lindenpark – einer der große und beliebten Veranstaltungsorte in Potsdam, vor allem für junge Leute. Ich, Lea, kannte diesen Park bisher nur vom Public Viewing während der Fußball-WM. Neben einer großen Open Air Bühne gibt es hier aber eben auch einen Skatepark. Und dort veranstaltete David Lebuser einen Chairskating-Kurs für Anfänger.

Das war unsere Chance! Zum Kurs kamen viele Rollstuhlfahrer, die meisten kannte ich, Lea, bereits vom Sehen aus dem Sanitätshaus in Dortmund. Wahrscheinlich hatte keiner die Location so nah vor der Tür wie wir! Dabei waren alle typischen Rollifahrer-Erkrankungen, Spastiker wie wir aber eben auch Querschnittgelähmte, die in ihren Bewegungen natürlich um einiges fitter und schneller waren. Hätten wir uns das zu Herzen genommen, hätten wir den Abend wahrscheinlich nicht in der Notaufnahme verbringen müssen …

Begonnen würde mit ein paar einfachen Rampen. Übermütig wie immer wollten wir beinah immer die ersten sein! Eine Stunde lang hatten wir wirklich viel Spaß und auch ein gutes Training, denn im Alltag war der E-Rollstuhl sehr viel in Benutzung. Er machte zwar in vielen Situationen flexibler, doch musste man aufpassen, die Armkraft, die sowieso schon nicht groß vorhanden war, weiterhin aufrecht zu erhalten.

Tja, am Ende überschätzte ich, Lea, mich wohl ein bisschen und verbrachte den Abend mit blutendem Gesicht und einem ausgeschlagenen Zahn in der Notaufnahme. Doch wer kann schon von sich behaupten, seinen spektakulären Sturz auf Video zu haben?

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